Steuerfachangestellte finden: was Kanzleien wirklich hilft
Steuerfachangestellte finden Kanzleien heute kaum noch über Stellenbörsen, weil fast alle guten Fachkräfte in Lohn und Brot stehen. Laut STAX-Befragung der Bundessteuerberaterkammer konnten 2023 nur 23,2 Prozent der Kanzleien alle Stellen besetzen. Was hilft: konkrete Vorteile nennen, echte Gesichter zeigen und die Bewerbung auf wenige Klicks am Handy verkürzen.

Die Lage: Nur jede vierte Kanzlei besetzt alle Stellen
Die Bundessteuerberaterkammer lässt den Berufsstand regelmäßig befragen. Das Ergebnis der jüngsten STAX-Erhebung (Daten für 2023, veröffentlicht 2025):
Anteil der Kanzleien, die alle offenen Stellen besetzen konnten, laut STAX
| Jahr | Anteil |
|---|---|
| 2018 | 51,8 % (Einzelkanzleien) |
| 2023 | 23,2 % (Kanzleien und Gesellschaften) |
Am schwersten zu finden sind Steuerfachangestellte. Als häufigsten Grund nennen die Kanzleien, dass zu wenige oder keine passenden Bewerbungen eingehen.
Warum die Stellenbörse nicht mehr reicht
Auf einer Stellenbörse stehen für „Steuerfachangestellte“ in einer Großstadt Dutzende Anzeigen untereinander, alle mit ähnlichem Text. Gelesen werden sie nur von Menschen, die gerade aktiv suchen. Das sind wenige: Laut EY Jobstudie 2025 sucht etwa ein Viertel der Beschäftigten aktiv oder gelegentlich. Ein weiteres Drittel wäre bei einem passenden Angebot interessiert, schaut aber gar nicht erst nach.
Für Kanzleien heißt das: Die Fachkraft, die Sie suchen, sitzt gerade in einer anderen Kanzlei und ist dort nicht unglücklich genug, um Stellenanzeigen zu lesen. Sie müssen zu ihr kommen.
Was in Anzeigen für Steuerfachkräfte wirkt
Aus den Kampagnen für sechs Kanzleien haben sich drei Dinge bewährt. Alle sechs zeigen wir auf der Seite Social Recruiting für Steuerberater.
Konkrete Vorteile statt Floskeln
„Flexible Arbeitszeiten“ steht überall. Besser sind Angaben, die man nachzählen kann: drei Tage Homeoffice, 31,5 Urlaubstage, 13. Gehalt, Firmenwagen, Sabbatical. Solche Punkte stehen in unseren Kanzlei-Anzeigen oben im Bild, nicht im Kleingedruckten.
Echte Gesichter
Menschen bewerben sich bei Menschen. Die CURATOR Steuerberatung zeigt die Geschäftsführung, Renz & Collegen die eigenen Mitarbeitenden. Für Renz & Collegen haben wir außerdem kurze Reels im Format „Entweder oder“ umgesetzt: schnelle Fragen an eine frisch ausgelernte Kauffrau und an den Geschäftsführer. Bewerber sehen so vorher, wie es in der Kanzlei zugeht.
Bewerben ohne Hürde
Wer abends am Handy eine Anzeige sieht, schreibt kein Anschreiben. Ein paar Fragen per Klick reichen: Abschluss, Berufserfahrung, gewünschter Start, Telefonnummer. Unterlagen kommen im ersten Gespräch.
Zwei Beispiele aus echten Kampagnen
- CURATOR Steuerberatung, Bergisch Gladbach: 54 qualifizierte Bewerbungen in vier Monaten, eingestellt wurden drei Steuerfachangestellte und eine Auszubildende. Zum Projekt CURATOR.
- Renz & Collegen, Dresden: Die erste Kampagne war auf drei Monate angelegt. Nach zwei Monaten waren zwei Fachkräfte eingestellt, die Kanzlei hat die Kampagne deshalb vorzeitig beendet und ein halbes Jahr später erneut gebucht. Zum Projekt Renz & Collegen.
Beide Geschäftsführer erzählen davon selbst im Video auf unserer Seite zu den Referenzen.
Was Sie in der Kanzlei selbst tun können
- Schnell zurückrufen. Am besten am selben oder nächsten Werktag. Wer wechselwillig ist, hat meist mehrere Gespräche.
- Das erste Gespräch kurz halten. Zehn Minuten am Telefon reichen, um zu klären, ob ein Treffen lohnt.
- Halten, was die Anzeige verspricht. Wer Homeoffice bewirbt und es dann nicht gewährt, verliert die neue Kraft in der Probezeit.
- Ausbildung sichtbar machen. Azubis von heute sind die Fachkräfte in drei Jahren.
Was es kostet
Für Social Recruiting fallen drei Posten an: Einrichtung, laufende Betreuung und das Werbebudget, das an die Plattform geht. Bei uns beginnt das Setup bei 1.999 €, die Betreuung bei 499 € im Monat, das Werbebudget bei rund 1.000 € im Monat, jeweils zzgl. MwSt. und monatlich kündbar. Die Pakete stehen offen auf der Seite Mitarbeitergewinnung. Eine echte Abrechnung zeigt der Artikel Was kostet Social Recruiting für Steuerberater?. Beispiele für Anzeigen stehen unter Stellenanzeige für Steuerfachangestellte, Zahlen zur Lage unter Fachkräftemangel in der Steuerberatung.
Häufige Fragen
Wo finde ich Steuerfachangestellte?
Die meisten arbeiten bereits in einer Kanzlei. Sie erreichen sie dort, wo sie abends am Handy sind, also auf Instagram und Facebook, mit Anzeigen, die nach Beruf und Region ausgespielt werden.
Was ist Steuerfachangestellten bei einem Wechsel wichtig?
In unseren Kampagnen ziehen konkrete Angaben am besten: Homeoffice-Tage, Urlaubstage, flexible Arbeitszeiten, Fortbildung und ein Team, das man im Bild sieht.
Wie lange dauert es, bis Bewerbungen kommen?
Eine Kampagne startet rund zwei Wochen nach dem Erstgespräch. Bei der CURATOR Steuerberatung kamen in vier Monaten 54 Bewerbungen, daraus wurden vier Einstellungen.
Funktioniert das auch für Azubis?
Ja. Für Auszubildende wirken kurze Videos mit jungen Mitarbeitenden besonders gut, weil sie zeigen, wie der Alltag in der Kanzlei aussieht.
Quellen
- NWB: Umfrageergebnisse von STAX 2024 (Bundessteuerberaterkammer)
- EY Jobstudie 2025: Karriere und Wechselbereitschaft
Abgerufen im Oktober 2026.
