Was kosten Google Ads für lokale Betriebe?
Google Ads kosten so viel, wie Sie als Budget festlegen. Bei Suchanzeigen zahlen Sie pro Klick, den Preis bestimmt eine Auktion aus Suchbegriff, Region, Wettbewerb und Anzeigenqualität. Über die Konten unserer Kunden lag der Klickpreis im Schnitt bei 2,23 €, eine Anfrage kostete rechnerisch rund 42 €. Wichtiger als der Klickpreis ist, wie viele Besucher am Ende anfragen.

Kurz beantwortet: die vier Kostenblöcke
Wenn ein Malerbetrieb, eine Gebäudereinigung oder eine Kanzlei über Google Ads Kunden gewinnen will, fallen vier Arten von Kosten an:
- Klickkosten: der Betrag, den Google für Klicks auf Ihre Anzeige berechnet. Sie legen dafür ein Budget fest.
- Einrichtung: Keywords, Anzeigentexte, Standort-Einstellungen und die Messung, welche Klicks zu Anrufen oder Anfragen führen.
- Betreuung: laufende Optimierung und Auswertung, selbst gemacht oder durch eine Agentur.
- Zielseite: eine Seite, auf der aus einem Klick eine Anfrage wird. Ohne sie bezahlen Sie Klicks, die nichts bringen.
Die wichtigste Zahl ist am Ende weder der Klickpreis noch das Budget, sondern: Was kostet eine Anfrage, und was kostet ein Auftrag?
Wie Google Ads abrechnet: Auktion und tatsächlicher Klickpreis
Jedes Mal, wenn jemand bei Google sucht, läuft eine Auktion unter den Werbetreibenden, die auf diesen Suchbegriff bieten. Sie legen ein maximales Gebot fest, also den Höchstbetrag, den Sie für einen Klick zahlen würden. Bezahlt wird aber meist weniger.
Google formuliert es so: Der tatsächliche Klickpreis liegt häufig unter dem maximalen Gebot, weil Sie höchstens den Betrag zahlen, der mindestens nötig ist, um die Schwellenwerte für den Anzeigenrang zu erreichen und den nächsten Mitbewerber zu überbieten (Google-Ads-Hilfe: Tatsächlicher CPC).
In den Anzeigenrang fließt nicht nur das Gebot ein, sondern auch die Anzeigenqualität, laut Google bewertet über die voraussichtliche Klickrate, die Relevanz der Anzeige und die Nutzererfahrung auf der Zielseite. Für lokale Betriebe heißt das: Eine passende Anzeige mit einer guten Zielseite kann günstigere Klicks bekommen als ein Wettbewerber, der einfach mehr bietet.
Budget: Tagesbudget, Monatsgrenze und warum an manchen Tagen mehr ausgegeben wird
Bei Google Ads legen Sie ein durchschnittliches Tagesbudget fest. Zwei Regeln sollten Sie kennen (Google-Ads-Hilfe: Durchschnittliche Tagesbudgets):
- An einzelnen Tagen kann Google bei den meisten Kampagnen bis zum Doppelten des Tagesbudgets ausgeben, an Tagen, an denen mehr Klicks und Anfragen zu erwarten sind.
- Im Monat ist die Grenze bei den meisten Kampagnen das 30,4-Fache des Tagesbudgets. 30,4 ist die durchschnittliche Zahl der Tage pro Monat.
Beispiel aus der Google-Hilfe: Wer 304 € im Monat ausgeben will, stellt ein Tagesbudget von 10 € ein. Für ein Monatsbudget von 600 € wären es rund 19,74 € am Tag.
Was ein Klick kostet: Benchmarks und ihre Grenzen
Es gibt keinen offiziellen Durchschnittspreis pro Klick für Deutschland. Viele Übersichten im Netz nennen Spannen, legen aber nicht offen, woher die Zahlen stammen. Wir übernehmen solche Werte deshalb nicht.
Eine transparentere Orientierung liefert der US-Anbieter LocaliQ, der Benchmarks aus Tausenden Kampagnen seiner Kunden bei Google Ads und Microsoft Ads veröffentlicht (Stand: 1. Juni 2026). Einige Branchen, die für lokale Dienstleister typisch sind:
Durchschnittswerte aus Such-Kampagnen laut LocaliQ, überwiegend US-Markt, in US-Dollar
| Branche (LocaliQ) | Ø Klickpreis | Ø Anteil Klicks → Anfrage | Ø Kosten je Anfrage |
|---|---|---|---|
| Alle Branchen | 5,42 US-$ | 8,18 % | 66,69 US-$ |
| Haus und Renovierung | 8,33 US-$ | 8,05 % | 90,92 US-$ |
| Rechtsanwälte und Rechtsberatung | 9,87 US-$ | 5,55 % | 131,63 US-$ |
| Unternehmensdienstleistungen | 5,87 US-$ | 4,85 % | 93,69 US-$ |
| Zahnärzte | 8,00 US-$ | 10,67 % | 72,97 US-$ |
| Kfz-Reparatur und Service | 4,35 US-$ | 15,51 % | 29,96 US-$ |
Quelle der Tabelle: LocaliQ: Search Advertising Benchmarks.
So sollten Sie diese Tabelle lesen: Die Werte stammen überwiegend aus dem US-Markt, in US-Dollar, und der genaue Zeitraum ist nicht ausgewiesen. Als Preisliste für Deutschland taugen sie nicht. Nützlich sind sie für das Verhältnis zwischen Branchen: Rechtsberatung ist deutlich teurer je Anfrage als eine Kfz-Werkstatt, weil Mandate mehr wert sind und Menschen länger vergleichen.
So finden Sie den Klickpreis für Ihren Ort
Der verlässlichste Wert für Ihre Situation kommt aus dem Keyword-Planer in Ihrem Google-Ads-Konto. Er zeigt für jeden Suchbegriff das „Gebot für obere Position“ in einem unteren und einem oberen Bereich, also, was Werbetreibende in der Vergangenheit geboten haben, um oben zu erscheinen, abhängig von Standort und Netzwerk-Einstellungen (Google-Ads-Hilfe: Gebotsschätzung für obere Positionen). Geben Sie dort die Begriffe ein, die Ihre Kunden wirklich suchen, zum Beispiel „Maler Spandau“ oder „Gebäudereinigung Potsdam“, und stellen Sie den Standort auf Ihr Einzugsgebiet.
Vom Klickpreis zur Anfrage: die Rechnung, auf die es ankommt
Mit drei Zahlen können Sie ausrechnen, was eine Anfrage kostet:
- Budget ÷ Klickpreis = Klicks
- Klicks × Anteil der Klicks, die zu einer Anfrage werden = Anfragen
- Budget ÷ Anfragen = Kosten je Anfrage
Rechenbeispiel: ein lokaler Dienstleister mit 600 € im Monat
Alle Werte sind Annahmen für die Rechnung, keine Ergebnisse eines Kunden:
Modellrechnung mit angenommenen Werten, zwei Zielseiten, gleiches Budget
| Posten | Szenario A | Szenario B |
|---|---|---|
| Monatsbudget | 600 € | 600 € |
| Angenommener Klickpreis | 3,00 € | 3,00 € |
| Klicks | 200 | 200 |
| Anteil Klicks → Anfrage | 5 % | 10 % |
| Anfragen | 10 | 20 |
| Kosten je Anfrage | 60 € | 30 € |
| Wenn jede 4. Anfrage zum Auftrag wird | 2 bis 3 Aufträge | 5 Aufträge |
| Werbekosten je Auftrag | 240 € | 120 € |
Der Unterschied zwischen A und B liegt nicht im Budget und nicht im Klickpreis, sondern allein darin, wie viele Besucher auf der Zielseite anrufen oder das Formular abschicken. Eine bessere Zielseite halbiert in diesem Beispiel die Kosten je Auftrag. Deshalb lohnt es sich oft, zuerst in die Seite zu investieren und erst dann ins Budget.
Ob sich das rechnet, entscheidet Ihr Auftragswert: 240 € Werbekosten je Auftrag sind für eine Dachsanierung wenig, für eine einmalige Fensterreinigung zu viel.
Welches Monatsbudget für den Start sinnvoll ist
Eine feste Mindestsumme gibt es nicht. Eine sinnvolle Faustregel: Das Budget sollte genug Klicks kaufen, dass im Monat mindestens rund zehn Anfragen realistisch sind. Erst dann lässt sich unterscheiden, ob eine Kampagne funktioniert oder ob die Zahlen Zufall sind.
Rückwärts gerechnet: Budget ≈ gewünschte Anfragen ÷ Anteil Klicks → Anfrage × Klickpreis. Mit den Annahmen aus Szenario A (5 %, 3 €) wären das 10 ÷ 0,05 × 3 € = 600 € im Monat. Liegt der Klickpreis in Ihrer Branche bei 8 €, wären es 1.600 €. Ist das nicht drin, ist ein kleineres Einzugsgebiet oder eine engere Auswahl an Suchbegriffen oft sinnvoller als ein zu kleines Budget für ganz Berlin.
Kosten, die nicht im Klickpreis stecken
Messung und Einwilligung. Ohne sauberes Conversion-Tracking wissen weder Sie noch Google, welche Klicks zu Anfragen geführt haben. Für Nutzer aus dem Europäischen Wirtschaftsraum verlangt Google dafür ein Einwilligungssignal über den Consent Mode (Google-Ads-Hilfe: Consent Mode). Das heißt: Cookie-Banner, Einrichtung und Datenschutzerklärung gehören zum Projekt.
Die Zielseite. Schickt die Anzeige alle Klicks auf die Startseite, müssen Besucher selbst suchen, ob Sie das Gesuchte anbieten. Eine Seite pro Leistung mit Telefonnummer und kurzem Formular kostet einmal Geld, spart aber jeden Monat Budget.
Die Betreuung. Agenturen rechnen unterschiedlich ab: als monatliche Pauschale, als Prozentsatz vom Werbebudget oder als Mischform. Fragen Sie vor Vertragsschluss, was genau enthalten ist, wie oft Sie einen Bericht bekommen und ob darin Kosten je Anfrage stehen oder nur Klicks.
Ihre Erreichbarkeit. Wer Anzeigen schaltet, aber tagsüber nicht ans Telefon geht, bezahlt Anrufe, die niemand annimmt.
Wo lokale Betriebe bei Google Ads Geld verschwenden
- Zu großer Standort. Standardmäßig können auch Menschen Anzeigen sehen, die sich nur für einen Ort interessieren, sich dort aber nicht aufhalten. Für einen Handwerksbetrieb ist meist die Einstellung sinnvoll, die nur Personen im oder regelmäßig im Einzugsgebiet erreicht.
- Zu breite Suchbegriffe. Wer auf „Elektriker“ bietet, zahlt womöglich auch für Suchen wie „Elektriker Ausbildung“ oder „Elektriker Gehalt“. Auszuschließende Keywords verhindern das.
- Keine Messung von Anrufen. Viele lokale Kunden rufen an, statt ein Formular auszufüllen. Werden Anrufe nicht gezählt, sieht eine gute Kampagne schlechter aus, als sie ist.
- Anzeigen außerhalb der Erreichbarkeit. Mit dem Werbezeitplan laufen Anzeigen, die zum Anruf auffordern, nur dann, wenn jemand abnimmt.
- Kein Blick auf die Suchbegriffe. Der Bericht zu den tatsächlichen Suchanfragen zeigt, wofür Sie wirklich bezahlt haben. Wer ihn nie öffnet, merkt Streuverluste erst an der Rechnung.
Unsere Zahlen: 1,06 Mio. € Google-Ads-Budget ausgewertet
Bei Marketing Juwel betreut Lisa Dicty die Google-Ads-Kampagnen. Über alle Konten unserer Kunden hinweg haben wir bis heute rund 1,06 Mio. € Werbebudget verwaltet. Daraus wurden:
| Kennzahl | Wert über alle Kundenkonten |
|---|---|
| Betreutes Werbebudget | 1,06 Mio. € |
| Klicks | 476.240 |
| Durchschnittlicher Klickpreis | 2,23 € |
| Conversions (Anrufe, Anfragen, Formulare) | 25.293 |
| Rechnerisch je Conversion | rund 42 € |
| Anteil Klicks → Conversion | rund 5,3 % |
Zwei Dinge zeigen diese Zahlen. Erstens liegt der Klickpreis bei lokalen und mittelständischen Kunden in Deutschland deutlich unter den US-Werten aus der Tabelle oben. Zweitens ist die Quote von Klick zu Anfrage der größte Hebel: Sie entscheidet, ob eine Anfrage 30 € oder 120 € kostet.
Die Werte sind Durchschnitte über sehr unterschiedliche Branchen, von der Gebäudereinigung bis zur Steuerkanzlei. Für Ihren Betrieb rechnen wir im Erstgespräch mit Ihren Suchbegriffen und Ihrem Einzugsgebiet.
Was das für Ihr Budget heißt
Wir bauen die Kampagne, zählen Anrufe und Anfragen und zeigen Ihnen jeden Monat verständlich, was ein neuer Kontakt gekostet hat, in Euro und nicht in Klicks. Mehr zur Leistung lesen Sie auf der Seite Neukundengewinnung über Google Ads. Wenn Ihre Website noch keine guten Zielseiten hat, ist eine Website ab 1.499 € oft der erste Schritt, bevor sich Werbung lohnt.
Häufige Fragen
Zahle ich auch dafür, dass meine Anzeige nur angezeigt wird?
Bei Suchanzeigen zahlen Sie in der Regel nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Die bloße Einblendung kostet dann nichts.
Kann Google mehr ausgeben als mein Budget?
An einzelnen Tagen ja, bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets. Über den Monat gilt bei den meisten Kampagnen eine Grenze vom 30,4-Fachen des Tagesbudgets.
Was ist ein guter Klickpreis?
Einen pauschal guten Klickpreis gibt es nicht. Über unsere Kundenkonten lag er im Schnitt bei 2,23 €. Entscheidend ist, was eine Anfrage und was ein Auftrag kostet.
Reichen 300 € im Monat?
Bei angenommenen 3 € pro Klick sind das rund 100 Klicks, bei 5 % Anfragequote etwa fünf Anfragen. Für einen hohen Auftragswert kann das reichen, aber mit so wenigen Anfragen lässt sich eine Kampagne kaum verlässlich verbessern.
Brauche ich eine eigene Landingpage?
Nicht zwingend, aber die Seite muss genau zur Suche passen. Google bewertet die Nutzererfahrung auf der Zielseite als Teil der Anzeigenqualität, und die beeinflusst, was Sie pro Klick zahlen.
Quellen
- Google-Ads-Hilfe: Tatsächlicher Cost-per-Click
- Google-Ads-Hilfe: Durchschnittliche Tagesbudgets
- Google-Ads-Hilfe: Gebotsschätzung für obere Positionen
- Google-Ads-Hilfe: Consent Mode
- LocaliQ: Search Advertising Benchmarks
Abgerufen im Oktober 2026.
