Social Recruiting Schritt für Schritt
Social Recruiting heißt: Sie zeigen Ihre offene Stelle als Anzeige auf Instagram und Facebook genau den Fachkräften in Ihrer Region, die zum Profil passen, auch denen, die gerade nicht suchen. Wer Interesse hat, bewirbt sich in rund einer Minute über ein paar Fragen am Handy, ohne Lebenslauf. Bei der Dachdecker-Kampagne für ARIKON wurden so aus 1.214 Besuchen 49 Bewerbungen und drei Einstellungen.

Warum Stellenanzeigen allein nicht mehr reichen
Auf Jobbörsen erreichen Sie nur Menschen, die gerade aktiv suchen. Das ist eine kleine Gruppe. Laut der EY Jobstudie 2025 sucht nur ein Viertel der Beschäftigten aktiv oder gelegentlich einen neuen Job. Ein weiteres Drittel sucht nicht, wäre aber interessiert, wenn eine passende Alternative auftaucht. Genau diese Menschen erreicht Social Recruiting, denn sie scrollen jeden Abend durch Instagram und Facebook.
In vielen Branchen ist der Druck groß. Im Handwerk blieben 2025 rechnerisch knapp 100.000 offene Stellen unbesetzt, fast jede zweite (KOFA). In Steuerkanzleien konnten laut STAX-Befragung nur 23 % der suchenden Kanzleien alle Stellen besetzen.
Schritt 1: Prüfen, ob es in Ihrer Region funktioniert
Bevor ein Euro in Anzeigen fließt, schauen wir auf drei Fragen: Gibt es die gesuchten Fachkräfte im Umkreis? Wie viele andere Arbeitgeber werben gerade um sie? Und was können Sie bieten, das andere nicht bieten? Wenn die Antworten schlecht aussehen, ist eine ehrliche Absage besser als ein verbranntes Budget.
Schritt 2: Zielgruppe und Botschaft festlegen
Eine gute Anzeige spricht genau eine Gruppe an. „Dachdecker und Dachdeckermeister in Berlin und Umland“ funktioniert besser als „Mitarbeiter gesucht“. Die Botschaft beantwortet die Frage, die sich jede Fachkraft stellt: Warum sollte ich wechseln? Konkrete Vorteile ziehen mehr als Floskeln, zum Beispiel drei Tage Homeoffice, 31,5 Urlaubstage oder ein Firmenwagen.
Schritt 3: Anzeigen mit echten Gesichtern
Menschen bewerben sich bei Menschen. In unseren Kampagnen funktionieren Motive mit echten Mitarbeitern oder der Geschäftsführung fast immer besser als Stockfotos. Der Stellentitel steht groß im Bild, die wichtigsten Vorteile in drei kurzen Zeilen, dazu ein klarer Knopf: „Jetzt bewerben“. Für eine Kampagne erstellen wir meist mehrere Motive und testen, welches die günstigsten Bewerbungen bringt.
Schritt 4: Ein Bewerbungsfunnel statt Lebenslauf
Wer abends auf dem Sofa eine Anzeige sieht, schreibt kein Anschreiben. Deshalb führt der Klick in einen kurzen Bewerbungsfunnel: ein paar Fragen per Tipp zu Erfahrung, Qualifikation und Starttermin, am Ende Name und Telefonnummer. Das dauert rund 60 Sekunden.
Die Fragen haben noch einen zweiten Zweck: Sie filtern vor. Wer keine Ausbildung im Beruf hat oder erst in einem Jahr wechseln kann, ist sofort erkennbar. So landen bei Ihnen vor allem Bewerbungen, mit denen sich ein Gespräch lohnt.
Schritt 5: Budget und Kampagne einrichten
Das Werbebudget geht direkt an Meta, also an Instagram und Facebook. Als Start sind ab ca. 1.000 € im Monat sinnvoll, damit genug Menschen die Anzeigen sehen und sich die Kampagne verlässlich verbessern lässt. Über alle Kunden haben wir bisher rund 250.000 € Werbebudget auf Meta betreut.
| Posten | Bei Marketing Juwel |
|---|---|
| Setup (Anzeigen, Funnel, Kampagne) | 1.999 € oder 2.999 € mit eigener Landingpage |
| Betreuung und Optimierung | ab 499 € im Monat |
| Werbebudget für die Anzeigen | ab ca. 1.000 € im Monat |
| Vertrag | monatlich kündbar |
Alle Preise zzgl. MwSt. Das Werbebudget legen wir aus und rechnen es transparent ab.
Schritt 6: Schnell zurückrufen
Der häufigste Fehler passiert nicht in der Kampagne, sondern danach. Wer eine Bewerbung erst nach einer Woche zurückruft, spricht mit jemandem, der längst ein anderes Angebot hat. Rufen Sie innerhalb von ein, zwei Tagen an. Ein kurzes Telefonat reicht für den ersten Eindruck, das Vorstellungsgespräch folgt danach.
Schritt 7: Auswerten und verbessern
Nach den ersten Wochen zeigen die Zahlen, welche Anzeige, welche Zielgruppe und welche Frage im Funnel funktioniert. Wir passen Motive und Texte an, bis die Kosten pro Bewerbung stimmen, und besprechen die Ergebnisse jeden Monat mit Ihnen.
So sieht das in echten Kampagnen aus
| Kunde | Ergebnis |
|---|---|
| ARIKON Sanierungsbau, Dachdecker | 1.214 Besuche im Funnel, 49 Bewerbungen, 3 Einstellungen in 3 Monaten |
| CURATOR Steuerberatung | 54 Bewerbungen, 4 Einstellungen in 4 Monaten |
| Jochen Dehner Steuerberater | 3 Bewerbungen in 2 Wochen Laufzeit |
| Alle unsere Funnels zusammen | 1.696 Bewerbungen |
Die ganze Geschichte der Kampagnen lesen Sie in unseren Referenzen. Für Kanzleien haben wir die Erfahrungen auf der Seite Social Recruiting für Steuerberater gesammelt. Wie der Ablauf bei uns konkret aussieht, steht auf der Seite Mitarbeitergewinnung.
Häufige Fragen
Wie schnell kommen die ersten Bewerbungen?
Die Kampagne startet etwa zwei Wochen nach dem Erstgespräch. Die ersten Bewerbungen kommen dann meist schon nach ein bis drei Tagen.
Was kostet Social Recruiting?
Bei uns kostet das Setup 1.999 € oder 2.999 € mit eigener Landingpage, die Betreuung ab 499 € im Monat. Dazu kommt Werbebudget ab ca. 1.000 € im Monat, das vollständig in die Anzeigen fließt. Alle Preise zzgl. MwSt.
Brauchen Bewerber einen Lebenslauf?
Nein. Im Funnel beantworten sie ein paar Fragen zu Erfahrung, Qualifikation und Starttermin und hinterlassen ihre Kontaktdaten. Unterlagen kommen im ersten Gespräch. Auf Wunsch lassen sich Lebenslauf oder Zeugnisse auch optional im Funnel abfragen.
Wann lohnt sich Social Recruiting nicht?
Wenn es die gesuchte Spezialisierung im Umkreis kaum gibt, wenn niemand Zeit hat, Bewerbungen innerhalb von ein, zwei Tagen zu bearbeiten, oder wenn die Stelle nur wenige Tage ausgeschrieben werden soll.
Quellen
- EY Jobstudie 2025: Karriere und Wechselbereitschaft
- KOFA Kompakt 7/2026: Fachkräftesicherung im Handwerk
- STAX 2024, Sonderauswertung der Bundessteuerberaterkammer (via taxandbytes)
Abgerufen im Oktober 2026.
